Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten. Wer Ihnen etwas anderes erzählt, spekuliert lediglich, ohne die Sachlage genauer zu untersuchen. Wie oft Fenster gereinigt werden müssen, hängt von der Art des Gebäudes in der Stadt ab, der sie ausgesetzt sind, und davon, ob die Bewohner Wert auf saubere Fenster legen. Auch die zeitlichen Veränderungen dieser Faktoren spielen eine Rolle. Hier finden Sie!
Das Klima in Düsseldorf ist jedoch besonders, was die Häufigkeit der Fensterreinigung beeinflusst. Als Binnenmetropole am Rhein ist die Luft feuchter als in anderen Städten im Landesinneren. Dadurch bilden sich die Partikel aus dem Straßenverkehr, die sich als Film auf den Scheiben absetzen, schneller als in trockeneren Gegenden. Nun beginnt die Pollensaison, die im März ihren Höhepunkt erreicht und im Juni, wie es das Jahr so will, unangenehm riecht. Die Fenster sind im Februar meist in Ordnung, im Mai jedoch stark verschmutzt, und es ist kein Regentag in Sicht, an dem man etwas Sinnvolles tun könnte.
Fenster in Wohnhäusern
In Düsseldorf dauert es fast ein halbes Jahr. Frühling und Herbst sind die natürlichen Jahreszeiten, in denen sich Pollen ansammeln. Der Herbst verteilt zudem die im Sommer angesammelten organischen Abfälle und mineralischen Ablagerungen, bevor die grauen Monate wiederkehren. Fenster im Erdgeschoss mit Blick auf die Straße (oder den Gehweg) sollten häufiger geputzt werden, ebenso wie Fenster in der Nähe von Gastronomiebetrieben, wo Kochdünste und das Treiben auf der Straße die Scheiben viel schneller verschmutzen.
Besondere Umstände ergeben sich in Oberkassel, Niederkassel und an der Rheinuferpromenade in den Häusern am Rheinufer. Die Feuchtigkeit der Strände und der auf- und abziehende Nebel hinterlassen Ablagerungen auf den Fenstern. Dieses Problem tritt bei Immobilien im Landesinneren nicht so häufig auf. Drei Reinigungen pro Jahr waren für die Bewohner deutlich angenehmer als zwei.
Anders verhält es sich mit den nach Süden ausgerichteten Fenstern. Hier verdunstete Kalkablagerungen, ähnlich wie auf den dunklen, nach Norden ausgerichteten Fenstern, wo sich Algen gebildet haben. Das gleiche Problem tritt auf verschiedenen Ebenen auf. Es geht darum, den Wert der einzelnen Bereiche zu verstehen, anstatt sich auf einen einzigen Zeitplan zu verlassen.
Gewerbeimmobilien
Die Berechnungsunterschiede sind bei Büros, Einzelhandelsflächen und Hotels enorm. Eine der Toiletten in der Altstadt, deren Fenster sich bis zur Decke erstrecken und auf der gegenüberliegenden Seite zu den Passanten hin gleich hoch sind, müsste mindestens einmal im Monat gereinigt werden – Fettdämpfe in der Küche, Handabdrücke, Spritzer auf der Straße, wenn Fahrradkuriere am Gebäude vorbeifahren, und so weiter. So sieht beispielsweise ein Bürogebäude ohne Erdgeschoss aus, das vierteljährlich bei Heerdt oder Lorick gereinigt werden kann.
Ein anderer Standard wird von kundenorientierten Unternehmen bevorzugt. Anwaltskanzleien, Investmentfirmen, Zahnärzte, gehobene Einkaufszentren – hier vermittelt das Erscheinungsbild der Büros einen Eindruck vom Unternehmen. In diesem Zusammenhang ist das Reinigen der Fenster ein- bis zweimal im Monat nicht übertrieben, sondern angemessen.
Die Wolkenkratzer mit ihren Vorhangfassaden bilden eine völlig neue Grenze für die Bürokultur. Der Zugang erfordert Planung, Ausrüstung und in den meisten Fällen eine Abstimmung zwischen Gebäudemanagement und der zuständigen Behörde. In Hochhäusern werden die Fenster in den oberen Stockwerken üblicherweise zweimal jährlich gereinigt, während die unteren Stockwerke und niedrigeren Gebäudeteile besser sichtbar und leicht zugänglich sind. Die obersten zwanzig Stockwerke des Stadttors werden nicht monatlich gereinigt, da dies logistisch nicht umsetzbar wäre. Die Fenster der Lobby könnten jedoch mindestens einmal wöchentlich gereinigt werden.
Wie hoch ist die tatsächliche Reinigungsrate der Fenster?
Einer der Gründe, warum viele Menschen dem Thema keine große Bedeutung beimessen, sind die Bäume. Der klebrige Harzrest an den Fenstern des Gebäudes setzt sich an den Linden oder Platanen in der Nähe des Gebäudes ab, da er im Frühsommer nicht vom Regen abgewaschen wird. Dies ist ein alljährliches Problem in Wohngebieten mit viel Grün in Düsseldorf – Pempelfart, Golzheim und Bilk. Es sollte nicht in den Reinigungsplan aufgenommen, sondern berücksichtigt werden.
Die Nähe der Baustelle beschleunigt diesen Prozess zusätzlich. Glas, chemisch gebundener feiner Betonstaub und Siliziumdioxidpartikel haften ebenfalls an, sobald sie feucht werden. Befindet sich die Baustelle einige hundert Meter entfernt, verschmutzen die Fenster im Wind schneller und erfordern bei Bedarf mehr Aufwand beim Putzen. Es handelt sich um einen vorübergehenden Effekt; dennoch ist es ratsam, den Reinigungsplan während der Bauzeit anzupassen.